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Humor und Kommunikation: Trainings, Vorträge, Ausbildung, Coaching

Mittwoch, 21. Mai 2025

Kongress „Humor und Medizin“ auf Schloss Höhenried am 9. Mai 2025

Eine heitere Atmosphäre, lebendige Vorträge und ein vielfältiges Programm prägten die Tagung „Humor und Medizin“. Über 100 Teilnehmende genossen die gelungene Veranstaltung, organisiert von Stephen Aita (Klinik Höhenried), Prof. Dr. Dr. Berend Feddersen (LMU München) und Reinhard Wittmann (Humor und komische Kunst e.V.).

Dr. Eckart von Hirschhausens Stiftung „Humor hilft heilen“ eröffnete mit einem Einblick in ihre umfangreiche Arbeit: über 12.000 Clownsvisiten, 1.800 Humortrainings und begleitende Forschung. Clownin und Humortrainerin Mirjam Avellis betonte, wie Humor Pflegekräften Perspektivwechsel und Selbstfürsorge ermöglichen kann. Auch eine digitale Live-Schaltung zweier Clowninnen zeigte eindrucksvoll die Wirkung humorvoller Begegnungen.

Udo Berenbrinker (Tamala Clown Akademie) erklärte Humor als H=Heiterkeit, U=unerwartet, M=menschlich, O=Offenheit, R=Respekt. Clowns schenken Freude, niemals auf Kosten anderer. Seine Ausführungen verband er mit viel praktischen Erfahrungen – inklusive roter Nasen im Publikum. Da wurde Humor als Lebenseinstellung sehr deutlich und miterlebbar.

Prof. Dr. Soheyl Noachtar beleuchtete Lachanfälle bei Epilepsie, die bereits seit babylonischer Zeit dokumentiert sind. Die medikamentösen und chirurgischen Behandlungsoptionen sind gut, man sollte jedoch nicht zu lange damit warten. Von besonderem Interesse bei den Clowns, die in Kliniken tätig sind, dürfte die Erkenntnis sein, dass epileptische Anfälle nicht durch Heiterkeit oder clownesker Aktivierung auszulösen sind. Der Klinik-Clown ist keine Kontraindikation im Einsatz von Humor bei Menschen mit Epilepsie!

PD Dr. Florian Seemüller referierte über Manie und Humor bei bipolarer Störung. Humor könne therapeutisch wirken, wenn empathisch eingesetzt.

Cartoonistin Bettina Schipping sorgte mit ihrer Medizin-Cartoonshow für Lacher, basierend auf alltäglichen Erfahrungen.

Zum Abschluss referierte der Experten Dr. Hugo M. Neimau, der sich jedoch immer mehr in den eigenen Gehirnwindungen und wirren Vortragsfolien verstrickte, bis er als falscher Experte enttarnt war und sich in den Zauberkünstler Thomas Fraps, verwandelte – eine gelungene Überraschung und zauberhafte Wendung mit viel Tiefgang zum Thema der Gemeinsamkeiten von Humor und Magie.

Die Tagung fand in der traumhaften Kulisse von Schloss Höhenried mit exzellentem Catering statt. Dank gilt den Gastgebern und allen Beteiligten.

Fazit: Ein Tag voller wissenschaftlicher Erkenntnisse, praktischer Impulse und Humor, der beim Publikum hervorragend ankam.

Autor: Prof. Dr. Dr. Berend Feddersen