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Humor und Kommunikation: Trainings, Vorträge, Ausbildung, Coaching

Donnerstag, 01. Oktober 2026 | Veranstaltungen

Impressionen vom Careum Führungstag 2026

Beim Careum Führungstag 2026 in der Schweiz zeigte Udo vor mehreren hundert Teilnehmenden, wie Humor als Ressource in Führung und Arbeitsalltag eingesetzt werden kann.

Berufsfelder wie die Medizin oder die Pflege und die Sozialarbeit verlangen von Arbeitenden ein Höchstmaß an Belastbarkeit. Gleichzeitig sind Offenheit und Freundlichkeit in Stresssituationen und unter psychischem Druck eine Herausforderung. Dies gilt gleichermaßen im Umgang mit Kunden und Patienten wie auch für die Kommunikation zwischen Angestellten und Führungskräften. Leidet das Arbeitsklima unter stetiger Belastung, wirkt sich die Situation unmittelbar auch auf die Motivation der Mitarbeitenden aus, beeinträchtigt die Arbeitsqualität, steigert das Risiko von Fehlern und gefährdet damit nicht zuletzt den Unternehmenserfolg. Die Empfehlung, solche Situationen sprichwörtlich mit Humor zu nehmen, erscheint nur auf den ersten Blick als verharmlosende Floskel. Das Trainingszentrum HumorKom® hat sich der Aufgabe verschrieben, Führungskräfte, Manager und Mitarbeitende dabei zu unterstützen, Humor als Teil einer Strategie zur Bewältigung täglicher Aufgaben zu erkennen und vor allen Dingen zur Stressbewältigung zu nutzen. 

Heitere Gelassenheit gegenüber unüberwindbaren Herausforderungen

Der Gedanke, Humor in Stresssituationen zu nutzen, wenn diese gerade für Betroffene doch selten als lustig wahrgenommen werden, erscheint auf den ersten Blick absurd. Trotzdem lautet eine verbreitete Erkenntnis „Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ (Otto Julius Bierbaum, 1909)

Der vermeintliche Widerspruch beschreibt eine Strategie, mit als unüberwindbar empfundenen Herausforderungen oder auch nur mit dem täglichen Stress am Arbeitsplatz fertig zu werden. HumorKom® vermittelt Teilnehmenden in Vorträgen, Seminaren, Trainings und Coachings sowie in der Ausbildung zum Humortrainer und Humorcoach die Fähigkeit, vertraute Muster im Umgang mit solchen Situationen zu durchbrechen und ihre lustige Seite zu erkennen. Das Ziel ist, auch in scheinbar ausweglosen Situationen, eine heitere Gelassenheit zu entwickeln. Selbst in Fehlern und der Empfindung zu scheitern soll diese Haltung Potenzial für ein Schmunzeln erkennen. Zu glauben, diese Strategie sei nur ein hilfloser Versuch, sich Dinge schönzureden, wäre dabei voreilig. Stattdessen verfolgt das Prinzip zwei grundlegende Zielsetzungen, Stressabbau und einen konstruktiven Perspektivwechsel.

„Lachen ist die beste Medizin“ – ansteckende Fröhlichkeit statt Burn-out

Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht gehören nachweislich zu den von psychischen Krankheiten besonders betroffenen Berufsfeldern. Anspruchsvolle Arbeitsbedingungen, Stress und emotionale Belastung äußern sich in überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten und einer steigenden Zahl an von Burn-out Betroffenen. Auch wenn hier Arbeitsbedingungen im Fokus der Betrachtung stehen sollten, erweist sich Humor als alltagstaugliche Gegenmaßnahme zur Gesundheitsförderung. Lachen beugt nicht nur Stress vor, sondern baut auch Stress ab. Gelingt es Führungskräften, eine Unternehmenskultur einzuführen, die einen humorvollen Umgang mit Stresssituationen erlaubt und fördert, kann dies zum Wohlbefinden, zur Lebensqualität und langfristig zur Gesundheit beitragen. Dass es sich hierbei nicht um eine Volksweisheit handelt, sondern die beim Lachen ausgeschütteten Glückshormone eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten, ist in zahlreichen medizinischen Studien belegt. Wer wiederum gesünder ist, erweist sich als motivierter, kreativer und resilienter gegenüber Stress. Darüber hinaus ist humorvolle Fröhlichkeit sprichwörtlich ansteckend. Wer selbst heitere Gelassenheit zu praktizieren versteht und ausstrahlt, ist in der Lage, auch andere zum Schmunzeln zu bringen und so das Arbeitsklima positiv zu beeinflussen. HumorKom®vermittelt Führungskräften Humorstrategien und Kreativitätstechniken, die hierbei gezielt unterstützen.

Humor öffnet neue Perspektiven"Humor in der Führung

Das von HumorKom® vermittelte Verständnis für die Mechanismen des Humors und die verschiedenen Techniken dienen nicht allein dem Schutz vor den langfristigen Folgen von Stress und der Gestaltung eines positiven Arbeitsklimas. Humor bildet auch einen Hebel für einen grundlegenden Perspektivwechsel. Ein Problem oder eine Herausforderung mit Humor zu betrachten, bedeutet auch, einen anderen Betrachtungswinkel als den gewohnten zu nutzen. Dadurch wird der Situation nicht nur ihre destruktive Wirkung genommen, es zeigen sich oft auch andere Ansätze und Ideen. Damit erweist sich Humor nicht nur als Strategie, um mit Herausforderungen umzugehen, sondern auch als kreative Methode sie zu bewältigen.

>> Blog Beitrag vom ganzen Careum Führungstag

Hier ein Bericht über den Vortrag von Udo Berenbrinker, Autorin Andrea Ratzinger

"Humor in der Führung

Dass Humor mehr ist als gute Unterhaltung, zeigte der Humortrainer Udo Berenbrinker in seinem Beitrag.

Berenbrinker sieht Humor als Geisteshaltung und Kompetenz. Professionell eingesetzt, kann er gerade in anspruchsvollen Situationen helfen, Stress und Spannungen abzubauen, Beziehungen zu stärken und einen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Für Führungspersonen geht es dabei nicht darum, ständig Witze zu erzählen. Vielmehr braucht es die Fähigkeit, auch unter Druck Freude und Leichtigkeit auszustrahlen und in menschlichem Kontakt zu bleiben.

Was er darunter versteht, brachte Berenbrinker mit den Buchstaben von HUMOR auf den Punkt: Heiterkeit, Unerwartetes, Menschlichkeit, Offenheit und Respekt gehörten dazu. Ebenso unterschied er zwischen kognitivem Humor wie zum Beispiel Sprachwitz, Absurdität oder Überraschung und emotionalem Humor, bei dem Freude, Authentizität, Körpersprache und Mimik eine wichtige Rolle spielen.

Udo Berenbrinker beleutete das Wesen von Humor

Beim Zuhören allein blieb es auch in diesem Beitrag nicht. Wir sollten beispielsweise unser «inneres Lächeln» durch den Körper schicken.

Wie Humor helfen kann, gewohnte Denkmuster zu durchbrechen, zeigte Berenbrinker auch an Beispielen aus Unternehmen. Statt immer sofort nach der vernünftigsten Lösung zu suchen, könne man sich zunächst fragen, was die zehn unmöglichsten Ideen wären. Solche Perspektivwechsel schaffen Raum für Neues. Berenbrinker erzählte in diesem Zusammenhang von Unternehmen in den USA, die bewusst ungewöhnliche Umgebungen und Freiräume schaffen, um Kreativität zu fördern, bis hin zu speziellen Humorräumen. Wenn die Ideen ausgehen, könne es helfen, aus den gewohnten Strukturen auszubrechen.

Auch Humor selbst lässt sich nach Berenbrinker systematisch üben. Er empfiehlt beispielsweise wiederkehrend jeweils eine Woche lang Übertreibung, emotionalen Humor, Brüche, Nicht-Wissen, Running Gags oder Untertreibung zu trainieren. Wichtig sei, auch über sich selbst lachen zu können.

Gleichzeitig hat Humor Grenzen. Er darf nicht auf Kosten anderer gehen und sollte angemessen und taktvoll sein.

Ausführlich ging Berenbrinker auch auf die Wirkung des Lachens ein und schilderte verschiedene positive körperliche und psychische Effekte. Vieles davon habe er selbst erlebt. Nur bei einem Punkt machte der bekennende Genussmensch mit einem Augenzwinkern eine Einschränkung: Als ideale Methode zum Abnehmen habe sich das Lachen bei ihm offenbar noch nicht bewährt.

Zum Abschluss gab Berenbrinker den Führungspersonen neben praktischen Ideen, wie sich Humor trainieren und kultivieren lässt, einen einfachen Gedanken mit auf den Weg. Lachen und Freude können anstecken. Wer selbst Freude in den Augen ausstrahlt, kann damit auch im Gehirn des Gegenübers etwas auslösen. Humor in der Führung beginnt damit nicht zwingend beim nächsten guten Witz, sondern bei der eigenen Haltung."

 

>> Seminar Humor gegen Stress